white to black
15.1.2011

Heute hab ich frei. Gott sei Dank! Ich hab erst einmal ausgeschlafen, wobei ich ständig müde bin. Dannach hab ich mich an den Rechner gesetzt und meine Langeweile mit zocken verbracht. Wenigstens so bekomm ich keine Angstanfälle oder denke über irgendetwas nach. So kann ich mich wenigstens etwas entspannen. Irgendwie macht mich das Wetter noch depressiver, ständiger Regen, keine Sonne, so wie mein Gemüt also.

Wenn man bedenkt das man mit zweiundzwanzig eigentlich Wochenenden auf der Piste verbringen sollte, bin ich doch das beste Beispiel wie langweilig ein Leben sein kann. Tanzen gehe ich nicht, dafür bin ich zu fett (meiner Meinung nach), Kino, Schwimmen etc. ist leider alles viel zu teuer. Da ich meist schon am Anfang des Monats pleite bin klappt soetwas nicht. Ich bin pleite weil ich erstens nicht viel verdiene, zweitens meinen Eltern Geld geben muss und drittens zwischen durch auch noch weil wir nicht hin kommen. 

Geldsorgen, ein weiterer Punkt warum mir kalter Schweiß auf der Stirn steht. Ich und mein Freund übernahmen damals die Wohnung meiner Großmutter, als sie starb. Eine 1 Zimmer Wohnung. Dalas hatte ich noch keinen Job und er war gerade angefangen mit seiner Ausbildung. Wir haben also teilweise von seinem Gehalt und seinem Kindergeld gelebt. Zwischen durch unterstützte ich meine Mutter und mein Vater mit Geld. Naja Miete, Strom, Telefon und Essen wollen irgendwie finanziert werden. Leider konnten wir irgendwann die Rechnungen nicht mehr bezahlen. Naja nun haben wir Schulden. Vielleicht mag es für einen sein das es nur Peanuts sind, für mich aber bedeutet es eine Welt. Ich wollte nie Schulden machen, ich wollte nicht so enden wie meine Eltern. Wir sind dann wieder zu meinen Eltern gezogen weil es nicht anders ging. Jetzt haben wir zwei Zimmer, leben aber immer unter der Aufsicht meiner Eltern und Privatsphäre gibt es kaum. Intimität wird bei uns wohl nicht sehr groß geschrieben. Ich habe das Gefühl, obwohl ich meine Räume bezahle, also Miete, Strom, Telefon, das ich immer noch unter ihrem Pantoffel stehe, wobei es ja nicht ihre Wohnung alleine ist. Naja das wird wohl so lange sein bis ich hier endlich raus komme. Auch das belastet mich ungemein, ein Paar unseren Alters will auch seine Zeit zu zweit geniessen, aber das können wir einfach nicht. Ich fühle mich eingesperrt. Ich merke wie ich mich immer mehr und mehr von allen distanziere und mich in mir selber verschließe, ich will dagegen ankämpfen doch es gelingt mir nicht. Als wenn mich eine Macht immer tiefer versinken lässt, irgendwann fehlt mir gänzlich die Luft zum Atmen.

Man denkt viel nach. Warum und weshalb? Was hat man falsch gemacht? Gibt es Gründe warum das Leben so aus den Bahnen gelaufen ist? Warum kann man nicht mehr lachen? Wieso fühlt man nichts mehr? Wieso kann man nicht dagegen ankämpfen? 

Verzweifelt stellt man fest das alles an einem selber irgendwo liegt und man für sein Unglück selbst verantwortlich ist. Es gibt so etwas nicht wie einen Gott, denn wenn es ihn gäbe würde er vielleicht ein wenig Hilfe schenken und einem nicht seinen Schicksal überlassen. 

 Ängstlich und verunsichert werde ich meinen Weg weiterbeschreiten. Bis ich irgendwann gesund werde oder nicht mehr weiter gehen kann weil ich dafür zu müde bin.

Mit einem Ausdruckslosen Gesicht werde ich nun den Rest meines Tages bestreiten. Euch da draußen wünsch ich einen schönen Samstag.

 

15.1.11 15:56
 
Letzte Einträge: Ich und meine Krankheit , 14.1.2011


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen


Gratis bloggen bei
myblog.de